zurück

300. Todestag von G.W. Leibniz

Anlässlich des 300. Todestages im Jahr 2016

 * 21. Juni 1646 (Julianischer Kalender)
 * 1. Juli 1646 (Gregorianischer Kalender
 † 14. November 1716 in Hannover

Gottfried Wilhelm Leibniz, ein letzter Universalgelehrter mit einem universalen Geist.

Deutscher Philosoph, Mathematiker, Diplomat, Historiker, Berater und einer der wichtigsten Vordenker der Aufklärung. Nach heutigem wissenschaftlichen Stand würde man Leibniz als hochbegabtes oder überdurchschnittlich intelligentes Kind beschreiben. Mit 8 Jahren lernte er autodidaktisch in der Bibliothek seines Vaters die lateinische und griechische Sprache. Als 12-Jähriger entwickelte er beim Durchdenken logischer Fragestellungen die Anfänge einer mathematischen Zeichensprache.

Der Grundstein für die Psychophysik war gelegt.

Einer der fruchtbarsten Begriffe der modernen Psychologie hat Gottfried Wilhelm Leibniz ins Leben gerufen: „petites perception“, neue, geringe Wahrnehmungen. Bedeutung: Wahrnehmung differentieller Erlebniseinheiten. 

Auch in der Entwicklung von Sprachen war Leibniz ein Zukunftsdenker.

Sprache besitzt der Mensch seit etwa 100.000 Jahren. Sie ermöglicht eine differenzierte Kommunikation, doch setzt dieses gegenseitiges Verstehen voraus. Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte ein System von Zeichen mit dessen Hilfe alle Objekte und ihre Beziehungen, Gesetze u.a. abgebildet werden sollten, und zwar derart, dass den Dingen bestimmte Zeichen und den Beziehungen zwischen den Dingen bestimmte Beziehungen zwischen diesen Zeichen entsprechen sollten.

Die Universalsprache „characteristica universalis“ war durch Leibniz geboren.

Übertragen in die heutige Zeit, könnte man auch von der Entstehung der Steinzeit der Logopädie sprechen. Als letzter großer Denker repräsentierte Gottfried Wilhelm Leibniz die, vor dem 18. Jahrhundert praktizierte, Wissenschaft der vielfältigen Verknüpfung und des Analysierens der Zusammenhänge.

     Philosophie & Leitbild                     Über uns

zurück