Traumatische Erlebnisse in der Biographie alter Frauen und Männer (2004-46)

Beendet

Alter und Trauma – Was bleibt ist die Erinnerung

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Traumatische Erlebnisse in der Biographie alter Frauen und Männer
Die Biographien der heute alten Frauen und Männer sind häufig geprägt durch vielfältige und geschlechtsspezifische Gewalterfahrungen.
Dies besonders in Kriegs- und Krisenzeiten weltweit und im und nach dem Zweiten Weltkrieg, wie z. B. durch Flucht und Vertreibung, NS-Verfolgung, Vergewaltigungen, Bombenangriffe, eigene Gewalttaten, Hungersnot; durch häusliche und sexualisierte Gewalt; chronische und lebensbedrohliche Erkrankungen; beginnende Pflegebedürftigkeit und viele weitere traumatische Ereignisse.

Diese meist unverarbeiteten Ereignisse können bei einem Einzug in eine Alteneinrichtung oder bei einer Krankenhauseinweisung wieder aufbrechen, da es sich hier um erneute Ohnmachtserfahrungen handeln kann.
Sie reagieren dann mit den unterschiedlichsten Symptomen und Verhaltensweisen z. B. denen der Posttraumatischen Belastungsstörung.

Pflegende und andere fühlen sich damit allerdings meist völlig überfordert und können so nicht genügend auf die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Frauen und Männer eingehen.
Auch fehlt ihnen meist das Wissen um die Folgen von Gewalterlebnissen, um psychische Traumata und so auch das Wissen um einen entsprechenden Umgang damit.

Es werden verschiedene Biographien vorgestellt und gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet, wie Pflegende und andere die betroffenen Männer und Frauen angemessen und traumaorientiert unterstützen und sie vor Trauma-Aktivierungen schützen können.
Dazu werden die Ursachen von Traumata und mögliche Traumafolgestörungen wie die Posttraumatische Belastungsstörung aufgezeigt.

Anhand konkreter Fallgeschichten aus der Praxis der TeilnehmerInnen werden Pflegeplanungen erarbeitet.
Zudem werden Methoden der Stressbewältigung und Ressourcenstärkung für sowohl die betroffenen Frauen und Männer als auch für die Pflegenden vorgestellt.
Inhalte:
Theoretisches Wissen zu Trauma, Traumaursachen und -folgen, traumasensible Biographiearbeit, Pflege, Begleitung, Unterstützung und Diagnostik, Selbstfürsorge, Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen

Ziele:
Die Teilnehmenden
– kennen Traumaursachen und -folgen
– verstehen die Symptome u. Verhaltensweisen der Betroffenen als Überlebensstrategien
– können Unterstützung u. Schutz vor bzw. bei Trauma-Aktivierungen geben
- können Unterstützung zur Ressourcenstärkung geben
- erkennen ihre eigenen Belastungen und können sich schützen und versorgen

Methoden:
Referate, Gruppenarbeiten, Diskussion, Fallbesprechungen, persönliche Auseinandersetzung, imaginati-ve Übungen,
Ressourcenarbeit
Körperübungen
Einsatz verschiedener Medien

*Zielgruppe: *
Alle Akteur*innen, die mit unterschiedlichen Perspektiven und Aufträgen mit und für alte Menschen arbeiten und sie begleiten.
Dies sind insbesondere Fachkräfte und weitere Mitarbeitende (auch Ehren-amtliche) aus der Praxis der Altenhilfe, des Pflege-, Therapie- und Sozialwesens.

Zielgruppe

Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Psychologen
alle aus dem Gesundheitswesen
Palliativ- u. Hospizpflege
Therapeutische Berufe
Heilpraktiker/in Psychotherapie
Gesundheits- & Krankenpfleger/innen
Betreuungskräfte / Alltagsbegleiter

Literaturempfehlung

http://www.martinaboehmer.de/literaturliste/

Uhrzeiten

Donnerstag, 23.04.2020 von 9.00 – 17.00 Uhr.
Freitag, 24.04.2020 von 9.00 – 17.00 Uhr.

Seminarnummer2004-46
Beginn23.04.2020
Ende24.04.2020
Unterrichtseinheiten16
Fortbildungspunkte16
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr325,00 €*
Besonderheiten


Sei flink und spare mit dem Frühbucherrabatt. Buche bis 29.02.2020 und du sparst die Skriptgebühr.
*Ab dem 01.03.2020 zzgl. 15,00 € für Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien .
In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

beendet