Tiergestützte Therapie – Das Tier als Co-Therapeut (2211-135)

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Tiergestützte Therapieverfahren

TTiergestützte Therapie als sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Behandlung unterschiedlichster körperlicher und psychischer Krankheitsbilder.
Demenz, Schlaganfall, ADHS oder Angststörungen sind nur ein Teil der vielen Möglichkeiten, bei denen ein Tier als gut ausgebildeter „Co-Therapeut“ zum Einsatz kommen kann.

Was ist tiergestützte Therapie und Was kann sie leisten?
Die Tiergestützte Therapie ist kein eigenständiges Therapieverfahren. Der zielgerichtete Einsatz des Tieres erfolgt, um den Therapeuten (z.B. Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten oder Psychotherapeuten) bei seiner Arbeit mit dem Patienten/Klienten zu unterstützen.

Welche Tiere eignen sich für die tiergestützte Therapie?
Tiere, die im Rahmen der Tiergestützten Therapie eingesetzt werden, müssen bestimmte Voraussetzungen mitbringen und sich für den jeweiligen Einsatzbereich eignen. Üblicherweise kommen Tiere zum Einsatz, die bereits durch eine lange Domestizierung an das Zusammensein mit dem Menschen gewöhnt sind und die vor ihrem Einsatz im Rahmen der Tiergestützten Therapie eine entsprechende Ausbildung erhalten haben. Häufig sind es z.B. Hunde, Katzen, Hühner oder Kaninchen, die in der Tiergestützten Therapie in Kliniken, Altenheimen, Praxen oder auch häuslicher Umgebung eingesetzt werden.

Aila ist im Seminar mit dabei und wird sie begeistern
Aila - Therapiehund

Tiergestützte Arbeit

Die aktuelle Forschung und eine Vielzahl von Studien und Erfahrungsberichten belegen, dass Tiere einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das seelische Empfinden von Menschen haben.
Der Einsatz von Tieren wird aus diesem Grund immer häufiger als „verstärkendes“ oder „motivierendes“ Element im therapeutischen und pflegerischen Kontext eingebunden.

Im Rahmen tiergestützter Interventionen gibt es verschiedene Abstufungen, die je nach Zweck und Zielsetzung, auch eine unterschiedliche Eignung und Qualifizierung der eingesetzten Tiere erfordern.
Das Aufgaben- und Einsatzspektrum der Tiere kann vom reinen Besuch bei einer Person oder Einrichtung bis hin zur Übernahme von speziellen Aufgaben durch das Tier für den Menschen reichen.

In der tiergestützten Therapie werden speziell ausgebildete Tiere (Hunde, Pferde, Kleintiere,…) eingesetzt, um bei körperlichen und seelischen Erkrankungen positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen zu erzielen.

Da das Einsatzgebiet der tiergestützten Therapie so umfangreich ist, kann es von einem Einsatz im Seniorenheim bis hin zur Psychotherapie reichen.
So können beispielsweise Kinder mit ADHS, Menschen mit Schlaganfall oder Patienten einer Psychiatrischen Klinik von der tiergestützten Therapie profitieren und positive Behandlungsergebnisse zum Teil schneller erreicht werden.

Da die mit der Behandlung und Betreuung betrauten Experten (z. B. Physiotherapeut, Pfleger, Ärzte, Psychotherapeuten,….) in den meisten Fällen kein für die Aufgabe ausgebildetes Tier haben, wird die tiergestützte Therapie im Team (Experte, Tier, Tierhalter) ausgeführt. Eine im Vorfeld der tiergestützten Therapie genau festgelegte Zielsetzung hinsichtlich des Behandlungsergebnis sowie eine enge Abstimmung zwischen Experten und Tierhalter in Verbindung mit einer sorgfältigen Dokumentation und Vorbereitung sind Grundlage einer professionellen Arbeit.

Beim Einsatz vom Partner Tier im therapeutischen oder pädagogischen Kontext ist es von großer Bedeutung, dass der Mensch, der für das Tier verantwortlich ist, sorgfältig auf das Befinden und die Belastungsgrenzen des Tieres achtet.
Eine intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen des jeweiligen Tieres und dem entsprechenden Wissen über das Tier und die therapeutische Arbeit, sind daher unabdingbar.

Darüber hinaus ist eine entsprechende Qualifizierung notwendig, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten vom Prozess profitieren. Der Einsatz von Wildtieren (z. B. Delphine) wird von den großen Verbänden und Organisationen, die sich für eine Sicherstellung von guten Standards einsetzen, abgelehnt und ist auch im Sinne des Tierschutzes nicht angebracht.

Aila ist im Seminar mit dabei und wird sie begeistern
Aila - Therapiehund

Zielgruppe

Ärzte
Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Psychologen
alle aus dem Gesundheitswesen
Sozial- u. Erziehungsberufe
Trauerbegleiter u. Seelsorger
Lehrer / Pädagogen
Therapeutische Berufe
Erzieher/in (Staatlich anerkannt)
Heilpraktiker/in Psychotherapie
Gesundheits- & Krankenpfleger/innen
Betreuungskräfte / Alltagsbegleiter
Interessierte

Referent

Gehle, Susanne

Uhrzeiten

Samstag, 12.11.2022 von 09.30 – 17.30 Uhr

Seminarnummer2211-135
Beginn12.11.2022
Ende12.11.2022
Unterrichtseinheiten8
Fortbildungspunkte8
Veranstaltungsort
Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr
155,00 €*
Besonderheiten

*inkl. Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien .
In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

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