Lebensspuren – Biografiearbeit in Betreuung und Pflege (2105-177)

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Biographie Arbeit in der Pflege

Biografiearbeit ist keine „neue Disziplin“, sondern ein zu integrierender Bestandteil in der Arbeit mit Menschen – besonders mit Menschen, die unserer Hilfe und Pflege bedürfen.

Sie ist laut bspw. einer Studie von Prof. Dr. Ernst Bohlmeijer als Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte deutlich gesundheitsfördernd.
Emotionaler Stress, Sorgen und Belastungen können minimiert werden, Depressionen wird vorgebeugt und ein positiver und dankbarer Blick auf das Leben wird möglich.

Biografiearbeit gehört zum wichtigen Repertoire der modernen Pflege, um Menschen auf der persönlichen Ebene würdig begegnen zu können.
Erinnerungspflege macht in der Regel auch sehr viel Spaß, kann vielfältige Befriedigung schaffen und alltägliche Betreuungssituationen spürbar entlasten.
Zuhören, Aufnehmen und Verarbeiten gehören ebenso dazu wie das aktive Erzählen und das „Sprechen über die Dinge des Lebens”.

Eigene Erzählungen sind ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeit und leisten bei der Pflegearbeit als ganzheitlicher Zugang zum Menschen gute Dienste.
Die aktuelle Lebenssituation kann dadurch umfassender begriffen und verbessert werden.

Ein Mensch, der aus seinem sozialen System gerissen wird, fühlt sich schnell heimatlos und fremd – verliert an Selbstvertrauen, besonders bei Hilfsbedürftigkeit in Alter oder Krankheit.

Menschen, die von sich selbst erzählen können, nehmen sich selbst wahr und bekommen mehr Selbstbewusstsein, wenn dem Schicksal des einzelnen Menschen ein Wert zugesprochen wird.

Gute Biografie-Arbeite verändert Erinnernde und Zuhörende:
Der einzelne Mensch ist nicht mehr reduziert auf seine Erscheinung in der Gegenwart.
Die alte pflegebedürftige Dame wird zur Frau mit eigener Lebensgeschichte, mit Träumen, Wünschen, Beruf und Sexualität und Respekt entsteht.

Doch Biografiearbeit braucht das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz und Achtsamkeit als innere Haltung. Gerade bei Menschen mit womöglich traumatisch besetzter Vergangenheit durch Flucht und Krieg kann es Angst vor Vertrauensmissbrauch oder Kritik, Schuldgefühle und Verletzungen geben.

Das Seminar zeigt an Übungen mit der eigenen Geschichte, wie Biografiearbeit wirken kann und möchte Anleitungen geben, wie Erinnerungsarbeit mit Leichtigkeit über verschiedene Zugänge in den Alltag eingebaut werden kann.

Entweder im Zwiegespräch oder in der Gruppe
  • Mit einer Sammlung von Gegenständen
  • In Erzählcafés oder Erzählrunden
  • Mit Musik

Für individuelle Fragen und Themen der Teilnehmer wird es Raum geben

Zielgruppe

Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Sozial- u. Erziehungsberufe
Therapeutische Berufe
Betreuungskräfte / Alltagsbegleiter

Referent

Benze, Susanne

Literaturempfehlung

Gabriele Steinbach, „Gelebtes Leben. Praxisbuch Biografiearbeit.“, Hospiz-Verlag,2018
Martina Kellner-Fichtl, „Resilienzförderung durch Biografiearbeit“, BoD, 2017

Uhrzeiten

Montag, 28.06.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr
Dienstag, 29.06.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr

Seminarnummer2105-177
Beginn28.06.2021
Ende29.06.2021
Unterrichtseinheiten16
Fortbildungspunkte16
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr275,00 €*
Besonderheiten

Bei Buchung bis zum 31.03.21 nur 235,00 €
Ab 01.04.21 ausgewiesene Seminarpreis zzgl. 15 € Schutzgebühr Skript und Seminarunterlagen.
In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks.
Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 10 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werde.

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