Geerbte Trauer - Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata (2001-171)

Beendet

Kriegsenkel – die Kinder der Kriegskinder (3-Tage Bildungsurlaub Seminar)

Dieses Seminar ist leider beendet.
Weitere Seminare zum Thema Trauerverarbeitung finden Sie hier.

Schon seit längerem weiß die Trauma Forschung, dass unbehandelte Traumata an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.
Der 2. Weltkrieg hat allein in Deutschland Millionen Menschen traumatisiert, ohne dass Betroffene eine Möglichkeit gehabt hätten, sich um Heilung dieser schweren psychischen Verletzungen zu kümmern.
Besonders die Kinder des letzten Krieges haben gelernt, über ihre traumatisierenden Erfahrungen besser zu Schweigen und meist das Verdrängen als einziges Mittel des Umganges damit praktiziert.

Da sie ihre Traumata aber gerade deshalb an ihre Kinder weitergeben, haben diese dann mit Symptomen zu kämpfen, deren Ursachen sie nicht kennen und für die es darum, oft trotz intensiver, langjähriger Psychotherapien, keine Linderung gibt.

Dieses Seminar möchte helfen, transgenerational weitergegebene Traumata bei sich selbst aber auch bei zu begleitenden Menschen besser zu erkennen und verschiedene typische Betroffenheiten vorstellen.
Es sollen mögliche Ansätze für den heilsamen Umgang mit Betroffenen in der Trauer- und Sterbebegleitung, der Betreuung und auch der Therapie aufgezeigt werden.

Das Seminar richtet sich neben selbst Betroffenen vor allem an Trauerbegleiter, Sterbebegleiter und alle Therapeuten, die die Aspekte dieser Thematik in ihre Arbeit einbeziehen wollen.
Das Seminar ist aber nicht als Fortbildung zur Traumatherapie zu verstehen, auch wenn es für Trauma Therapeuten nützlich sein kann, dieses Wissen in ihrer Arbeit zu verwenden.

Um in der Begleitung und Therapie heilsam mit den betroffenen Menschen umgehen zu können, muss die eigene Emotionalität von Trauer und geerbten Traumata reflektiert werden.
Deswegen wird ein Mindestmaß an Bereitschaft, sich mit der eigenen Betroffenheit in das Seminar einzubringen, vorausgesetzt.

Ablauf und Inhalte

1.Tag Einführung in das Thema:
- Traumatisierende Kriegserlebnisse und prägende Lebenssituationen
- Trauma + posttraumatisches Stresssyndrom
- Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen
- Umgang mit Trauer im Kontext des Themas
- Ausklang des Tages, Raum für Fragen

2.Tag Eigene Betroffenheit
- Teilnehmerrunde eigene Betroffenheit Trauer
- Beispiele zum folgenden Thema
- Teilnehmerrunde Kriegs- Kind, – Enkel, – Urenkel
- Bezug des Themas zur Arbeitssituation der Teilnehmer

3.Tag Umgang mit Betroffenen in Begleitung, Pflege und Therapie
- Eigene Haltung gegenüber Betroffenen
- Arbeitstechniken, Rituale
- Konkrete Fälle aus der Arbeitssituation der Teilnehmer
- Selbstfürsorge, Supervision

Zielgruppe

Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Psychologen
alle aus dem Gesundheitswesen
Sozial- u. Erziehungsberufe
Trauerbegleiter u. Seelsorger
Lehrer / Pädagogen
Palliativ- u. Hospizpflege
Therapeutische Berufe
Erzieher/in (Staatlich anerkannt)
Heilpraktiker/in Psychotherapie
Gesundheits- & Krankenpfleger/innen

Uhrzeiten

Montag, der 24.02.2020 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Dienstag, der 25.02.2020 von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr.
Mittwoch, der 26.02.2020 von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Seminarnummer2001-171
Beginn24.02.2020
Ende26.02.2020
Unterrichtseinheiten24
Fortbildungspunkte24
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr399,00 €*
Besonderheiten

*Zzgl. 20,00 € für Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien . In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

BILDUNGSURLAUB
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beendet