Basale Stimulation in der Pflege (2203-58)

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Wahrnehmung fördern mit Basale Stimulation®

Der Begriff „Basale Stimulation“ ist hinreichend bekannt. Nur wenige Pflegekräfte und Therapeuten wissen aber, wie Sie das Konzept fachgerecht anwenden können.
In diesem Seminar geht es darum die Theorie des Konzepts kennen zu lernen und mit dem eigenen pflegerischen und therapeutischen Kompetenzen zu vernetzten.
Es geht darum das Konzept alltagstauglich anzuwenden.
Themen werden sein: die Theorie des Konzepts und seine Entstehung, Grundregeln der elementaren Kommunikation, Techniken und Angebote des Konzepts und Ihre Unterschiede.
Es wird in Eigenerfahrung gearbeitet, zur Situation reflektiert und neue Blickwinkel zum Dialog

Der Schwerpunkt liegt in diesem Seminar sowohl auf der Einführung in die Basale Stimulation, insbesondere dem somatischen Dialog über die achtsame Berührung, als auch einem ersten Kennenlernen der Achtsamkeitspraxis.

Das erste, was wir von einem Menschen wahrnehmen, ist sein Körper. Körper und Sinne sind Kommunikationsmittel, gerade auch dort, wo verbale Kommunikation versagt. mit dem Patienten eröffnet.

Basale Stimulation in der Pflege

Basale Stimulation (BS) ist ein ganzheitliches Förderkonzept für Menschen, die in ihrer Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsfähigkeit sehr eingeschränkt sind.

Basale Stimulation® in der Pflege ist ein Konzept, das von dem Sonderpädagogen und Heilpädagogischen Psychologen Professor Andreas Fröhlich in den 70er Jahren zur Förderung geistig und körperlich schwerstbehinderter Kinder und Jugendlicher entwickelt wurde.
Gemeinsam mit der Krankenschwester und Diplompädagogin Christel Bienstein wurde das Konzept in die Pflege übertragen.
Grundgedanke ist, dass hochbetagte und auch an Demenz erkrankte Menschen erlebnis- und wahrnehmungsfähig sind und genauso wie Kinder und Jugendliche, ein elementares Bedürfnis nach Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation verspüren.

Der Mangel an sensorischen Reizen kann für die Betroffenen zu einer psychologischen Isolation führen oder diese auch verstärken.
Basale Stimulation® ist eine körperorientierte Technik, die den Mangel an Eigenerfahrung, Eigenbewegung und Auseinandersetzung mit der Umwelt kompensieren kann.

Für Außenstehende ist es oftmals schwierig diese Bedürfnisse zu erkennen.
In dem Fortbildungsangebot möchte die Dozentin Sabine Baumbach Mitarbeiter/innen sensibilisieren und ihnen vermitteln, dass Basale Stimulation® ein gesundheitsfördernder und dem Leben Orientierung gebender Begegnungsprozess ist, in dem ein Dialog zwischen Pflegenden und im Bewusstsein eingeschränkten Patienten/Bewohnern entwickelt werden kann.

Inhalte:
–Einführung in die Basale Stimulation
–Einführung in die Achtsamkeitspraxis: Was bedeutet das eigentlich?
–Der somatische Wahrnehmungsbereich und Wahrnehmungsverschiebung in der Basalen Stimulation
–Die Achtsamkeit in der Basalen Berührung
–Auseinandersetzung mit der Situation Schwerstbetroffener und Sterbender auf der Grundlage von praktischen Übungen
–Berührungsqualitäten-Beziehungsqualitäten
–Übungen zur Schulung der eigenen Präsenz (Atemmeditation, Sitzmeditation, Bodyscan u.a.)
–Übungen zur Entschleunigung im persönlichen und beruflichen Alltag
–Achtsame Kommunikation
–Nähe und Distanz

Ziele sind:
➢ Wahrnehmung zu fördern,
➢ geistigen und körperlichen Abbau zu verhindern und damit
➢ Pflegemaßnahmen für beide Seiten zu erleichtern.
Pflegemitarbeiter/innen sollen lernen, Basale Stimulation nicht als Mehrarbeit zu interpretieren, sondern dass einige Möglichkeiten der BS® sinnvoll in den Pflegealltag integriert werden können, damit das „Aufeinander Einlassen“ mit dem zu Pflegenden ein Begegnungsprozess mit Wahrnehmungsförderung wird.

Lernmethoden:
Eigenerfahrungen, viele praktische Übungen
Einzel/Paar/Kleingruppenarbeit und im Plenum
Erfahrungsaustausch

Sie sollen durch Einbeziehung der Basalen Stimulation® in das Pflegekonzept und den Betreuungsalltag lernen, dass Gefühlsregungen und geistige Vorgänge nicht von den körperlichen Pflegemaßnahmen zu trennen sind, sondern ein beziehungsfähiges Miteinander bilden.

Sie sollen dem Pflegebedürftigen die Möglichkeiten bieten sich „wiederzufinden“, seinen Körper mit den dazugehörigen Grenzen zu erkennen und Wahrnehmungsmöglichkeiten neu zu entdecken und dann zu nutzen.

Das Seminar richtet sich an an Pflegekräfte und Therapeuten, aus der Frührehabilitation, der Intensivstation und weiteren Bereichen der Altenpflege, aber auch an Pflegende aus dem Früh- und Rehabereich, Intensivstationen, Altenpflegekräfte, Therapeuten und Pflegende im Interdisziplinären Team.

Zielgruppe

Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Patienten / Angehörige
Palliativ- u. Hospizpflege
Therapeutische Berufe
Betreuungskräfte / Alltagsbegleiter
Interessierte
Auszubildende, Studenten und Schüler

Referent

Baumbach, Sabine

Literaturempfehlung

www.basale-stimulation.de

A. Fröhlich, Basale Stimulation – Das Konzept,Verlag selbstbest.leben

D.Dewulf, Das Arbeitsbuch der Achtsamkeit,arbor verlag

Uhrzeiten

Donnerstag, 10.03.2022 von 09.00 Uhr – 17.00 Uhr
Freitag, 11.03.2022 von 09.00 Uhr – 17.00 Uhr

Seminarnummer2203-58
Beginn10.03.2022
Ende11.03.2022
Unterrichtseinheiten16
Fortbildungspunkte16
Veranstaltungsort
Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr
325,00 €*
Besonderheiten

*inkl. Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien . In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 10 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender angerechnet werden.

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