Alter und Trauma - Alte Menschen traumasensibel unterstützen (2107-128)

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Alter und Trauma – Lebenskräfte (an)erkennen – Alte Menschen traumasensibel unterstützen

Anforderungen in der Arbeit mit alten und hochaltrigen Menschen zeigen sich in vielen Bereichen immer mehr auch aufgrund traumaspezifischer Aspekte.
So sind Mitarbeitende in den Beratungs- und Pflegeberufen immer mehr mit den Konsequenzen traumatischer Erfahrungen in ihrer Arbeit mit alten Menschen konfrontiert.

Hintergrund:
Die Biographien der heute alten Frauen und Männer sind häufig geprägt durch vielfältige und ge-schlechtsspezifische (traumatische) Gewalterfahrungen im Kontext von Kriegs- und Krisenzeiten weltweit, dem Zweiten Weltkrieg, wie z. B. durch erzwungene Migration, NS-Verfolgung, Verge-waltigungen, Bombenangriffe, eigenen Gewalttaten, Hungersnot.
Ebenso auch durch häusliche und sexualisierte Gewalt; chronische und lebensbedrohliche Erkran-kungen; beginnende Pflegebedürftigkeit und viele weitere traumatische Ereignisse.

Diese meist unverarbeiteten Ereignisse können bei einer Hilfe- oder gar Pflegebedürftigkeit, einem Angewiesensein auf andere, einem Einzug in eine Alteneinrichtung oder bei einer Krankenhauseinweisung wieder aufbrechen, da es sich hier häufig um erneute Ohnmachtserfahrungen handelt.
Die Betroffenen reagieren dann mit den unterschiedlichsten Symptomen und Verhaltensweisen.

als Bildungsurlaub anerkannt
Die Veranstaltung ist in Niedersachsen unter der VA-Nr. B21-109852-84 als Bildungsurlaub anerkannt.
Informationen über die Anerkennung in weiteren Bundesländern finden Sie hier.

Trauma im Alter
Gerade in der Alten-, Behinderten- und Gesundheitspflege, -beratung und -betreuung können be-stimmte Handlungen von den Betroffenen als Grenzüberschreitungen erlebt und so alte Traumata aktiviert werden und/oder neue entstehen.
Widerständige Verhaltensweisen, Aggressionen usw. sind häufig die Folge. Diese kosten Zeit und führen zu psychischen Belastungen für alle Seiten.

Häufig bleiben dabei Fragen offen wie z.B. nach dem konkreten Umgang mit traumatischen Erfahrungen oder den Möglichkeiten tatsächlich hilfreicher Unterstützungsmöglichkeiten in der Beratung und Pflege.

Ziel der Fortbildung
Um die Betroffenen angemessen und traumasensibel unterstützen zu können, wird Ziel und Inhalt der Fortbildung sein, anhand von Wissenserweiterung rund um das Thema Trauma (Definition, Ur-sachen, Folgen), der Vorstellung von entsprechenden Biografien und den Fallgeschichten aus Ihrer Praxis konkrete Handlungshilfen zum Umgang mit den Betroffenen zu erarbeiten.
Zudem werden Methoden der Traumaberatung, Stressbewältigung und Ressourcenstärkung für so-wohl die betroffenen Frauen und Männer als auch für Sie als Unterstützer*in vorgestellt.

Zielgruppe
Diese 3-tägige Fortbildung richtet sich an:
Berater*innen, Psycho- und Körpertherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und pädagogen, Seelsor-gersowie Fachkräfte aus der Alten, Hospiz- und Gesundheitsarbeit

Traumata und Biografiearbeit

Inhalte:
Theoretisches Wissen zu Trauma, Traumaursachen und -folgen, traumasensible Biographiearbeit, Pflege, Beratung, Begleitung, Unterstützung und Diagnostik, Selbstfürsorge, Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen

Ziele:
Die Teilnehmenden
• kennen Traumaursachen und -folgen
• verstehen die Symptome u. Verhaltensweisen der Betroffenen als Überlebensstrategien und können Unterstützung u. Schutz vor bzw. bei Trauma-Aktivierungen geben
• kennen Methoden der Traumaberatung
• können Unterstützung zur Ressourcenstärkung geben
• erkennen ihre eigenen Belastungen und können sich schützen und versorgen

Methoden:
• Referate, Gruppenarbeiten, Diskussion, Fallbesprechungen, persönliche Auseinandersetzung,
• Imaginative Übungen nach Reddemann und Kindermann
• Ressourcenarbeit
• Körperübungen
• Einsatz verschiedener Medien

Zielgruppe:
Alle Akteur*innen, die mit unterschiedlichen Perspektiven und Aufträgen mit und für alte Men-schen arbeiten und sie begleiten. Dies sind insbesondere Fachkräfte und weitere Mitarbeitende (auch Ehrenamtliche) aus der Praxis der Altenhilfe, des Pflege-, Therapie- und Sozialwesens.

Zielgruppe

Ärzte
Heilpraktiker/in
Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Psychologen
Sozial- u. Erziehungsberufe
Trauerbegleiter u. Seelsorger
Palliativ- u. Hospizpflege
Therapeutische Berufe
Heilpädagogen
Heilpraktiker/in Psychotherapie
Gesundheits- & Krankenpfleger/innen
Betreuungskräfte / Alltagsbegleiter
Interessierte, Studenten und Schüler
Begleitender Dienst

Referent

Böhmer, Martina

Uhrzeiten

Montag, 19.07.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr.
Dienstag, 20.07.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch, 21.07.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr

Seminarnummer2107-128
Beginn19.07.2021
Ende21.07.2021
Unterrichtseinheiten24
Fortbildungspunkte24
VeranstaltungsortKarl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Seminargebühr445,00 € *
Besonderheiten

*zzgl. 15,00 € für Skriptgebühr und Arbeitsmaterialien . In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Seminarunterlagen außerdem Heiß- / Kaltgetränke sowie Pausensnacks. Sonstige Nebenkosten wie Anreise Übernachtung, Verpflegung oder Mittagessen sind im Kurspreis nicht enthalten.

Für die Teilnahme können 12 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender anerkannt.

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