Geerbte Trauer – Generationsübergreifende Traumata

Das Seminar „Geerbte Trauer – Transgenerationales Trauma Kriegsenkel“ führt in das Thema von Trauma der Großeltern und Eltern ein und ergründet die mögliche eigene Betroffenheit.

Wenn Sie also das Gefühl haben unvollständig zu sein, eine Emotion oder eine Situation nicht benennen, geschweige denn verarbeiten können, dann haben Sie möglicherweise ein Trauma von Ihren Angehörigen vererbt bekommen.

Das Phänomen der geerbten Trauer ist in unserer Gesellschaft keine Seltenheit mehr und kommt häufiger im eigenen Umkreis vor als man denkt.

Ein erster Schritt für Therapeuten und Kriegsenkel, um die Erlebnisse begreifen und verarbeiten zu können, ist es eine Erklärung zu finden für das Verhalten der Betroffenen und den Grund zu benennen. Die Situation muss also greifbar gemacht werden, um sie therapieren zu können.

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Kriegsenkel - die Kinder der Kriegskinder - Tagesworkshop

Termine

11.09.2022 Kriegsenkel - Tagessseminar die Kinder der Kriegskinder (2209-144)

 

Vertiefungs-Seminar zur transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierungen

Für alle, die bereits dass Tagesseminar “Kriegsenkel – die Kinder der Kriegskinder” besucht haben, bieten wir mit diesem Seminar die Möglichkeit vertieft in das Thema der transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierungen einzusteigen. 

Termin

23.09.2022 Praxisworkshop Kriegskinder und Kriegenkel

 

Geerbte Trauer - Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata (3-Tages-Seminar)

Termine

13.06.2022 Geerbte Trauer - Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata (2206-141)

12.12.2022 Geerbte Trauer - Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata (2212-142)

 

Ahnenfaktor - das emotionale Gepäck aus unserer Biografie

 

Für die Therapie und Betreuung spielt das Wissen um die emotionale Last eine erhebliche Rolle, die in der Ausbildung jedoch noch keine ausreichende Bedeutung erhält. In diesem Seminar wird zu einer näheren Betrachtung des “Ahnenfaktors" angeregt.
Die Dozentin Susanne Benze führt Biografie-Seminare sowie Veranstaltungen zum Thema Sterbebegleitung durch, ist Drehbuch-Autorin und Regisseurin sowie Freie Rednerin und leitet eine Gruppe für Kriegsenkel und nachfolgende Generationen in Hannover.

Termine

16.10.2022 Ahnenfaktor - das emotionale Gepäck aus unserer Biografie (2210-100)

 

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Das Erbe einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit, was Kriegskinder und Kriegsenkel erfahren und zu erzählen haben.

Betroffene, dessen Eltern den zweiten Weltkrieg durchleben mussten, haben oft damit zu kämpfen, dass die Umgangsweise bei der eigenen Erziehung sehr fordernd und forsch war. Das eigene Leid (und sei es noch so groß) wird nicht als solches anerkannt, denn man kann es nicht mit dem Leiden der Eltern im Krieg vergleichen. Es ist nicht gleichzusetzen mit den Grausamkeiten des Krieges, besonders wenn man als Kind in dieser Zeit aufwachsen und seine Kindheit in frühen Jahren beenden muss, um zu überleben. Die eigene Kindheit aufgeben zu müssen und plötzlich erwachsen zu sein, hinterlässt bei vielen Betroffenen tiefe Narben in der Seele.

Umso wichtiger ist es in seinen Gedanken und Gefühlen aufgefangen und versorgt zu werden. Dabei übersehen wir oft diese seelische Verwundung unserer Eltern und Großeltern, welche nicht selten zu einer großen Belastung oder sogar zu einem Zusammenbruch führen kann.

Dass diese unbehandelten Traumata noch Jahrzehnte nachwirken und durch einen Trigger jederzeit wieder ausgelöst und verschlimmert werden können, wird dabei oft nicht bedacht.

Der Betroffene handelt plötzlich realitätsfern und fühlt sich in den Moment zurückversetzt, in welchem er das Trauma erleben musste. Mit dieser Emotionalität nun umzugehen ist für viele Angehörige kein Einfaches, da das wirklich Traumatisierende entweder totgeschwiegen wurde oder als eine Trauer abgestempelt wird, womit diese nicht umzugehen wissen.

Für die Verarbeitung von Traumata ist schlussendlich sehr wichtig das Leid der Betroffenen zu kennen und auch anzuerkennen um eine Stütze bei der Verarbeitung und Realisierung zu sein. Auch das „Verzeihen“ der Art und Weise der eigenen Erziehung der Eltern beispielsweise muss man lernen und akzeptieren, um eine Traumatisierung der eigenen Seele zu vermindern.

Hier setzt das Seminar an und hilft verschiedenen Berufsgruppen, welche mit traumatisierten Patienten tagtäglich in Berührung kommen, den richtigen Weg der Verarbeitung und Betreuung zu finden um den betroffenen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei wird nicht die Arbeit eines Traumatologen durchgeführt, sondern der richtige Weg zur Trauerverarbeitung durch Rituale und eine Einführung in die eigene Familienaufstellung bereitgestellt.

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